Titel: Gestrandet
KünstlerInnen und AktivistInnen der DoNAUtik
DoNAUtik ist eine Personengruppe die sich rund um die Stadtwerkstatt Linz formierte. Die DoNAUtik arbeitet an Utopien die auf einer kritischen Analyse von informationsverarbeitenden Maschinen basiert. Zu diesem Zweck war es notwendig den Arbeitsschwerpunkt auf Wasser, Natur und die gesamte Evolution zu verlegen. Die DoNAUtik betreibt neben einem Wohnschiff im Linzer Winterhafen, eine Forschungsboje bei der Nibelungenbrücke, kleine schwimmende Gärten und andere Schwimmkörper die alle als kleine Inseln betrachtet werden können. Ein Boot ist nach dem österreichischen Medienkünstler Franz Feigl benannt, der 2001 in Amsterdam gestorben ist. Dieses 10 Meter lange, 4 Tonnen schweres holländische Kanlaboot, wird während "dejavu-linz" Grundberührung auf der Verkehrsinsel haben. Dort angelandet, wird es als Versorgungs- und Gästeschiff im Trockenen funktionieren.
Am 8.Juli wird eine Grillnachmittag stattfinden. Unter anderem werden wir an diesem Tag über die Verlandungspläne der Stadt Linz informiert. Die Stadt möchte alle drei Hafenbecken zuschütten, um teureres trockenes Bauland zu gewinnen. Wir finden aber, dass lebendige Wasserflächen auf denen man wohnt und arbeitet eine Stadt kulturell bereichern. Weiters werden wir den Niedergang der österreichischen Marine und den verlorenen Zugang zum Meer reflektieren. Die Folgen sind bis heute spührbar, ein viel zu grosser Wasserverwaltungsapparat brachte eine Burokratisierung und einen rigorosen Umgang mit den verbleibenden Wasserflächen. In keinem europäischen Land ist am Wasser weniger möglich als in Österreich.
Linzer Kulturorganisationen und Einzelkünstler suchen Alternativen. Wir haben desshalb eine Unterschriftenliste gegen die Verlandung des Linzer Stadthafens gestartet. http://verland.ung.at
Am 8. Juli sind alle Linzer aufgerufen beim gestrandeten Boot auf der Insel vorbeizuschauen und dort ihre Visionen und Erlebnisse zum Thema Wasser und Stadt zu kommunizieren. 
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